Regenbogenfahrt 2010
© Deutsche Kinderkrebsstiftung
Survivors machen Mut
Die 18. Auflage der Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung führte durch den Norden Deutschlands.
Am 21. August fiel in Erfurt der Startschuss für die 600 km lange Radtour der Survivors durch Deutschland. 40 ehemalige KrebspatientInnen begaben sich auf acht Etappen über Jena, Halle, Magdeburg, Wolfsburg, Braunschweig, Hannover bis nach Bremen. Während der einwöchigen Tour besuchten die Survivors an der Strecke liegende kinderonkologische Behandlungszentren, um den jungen PatientInnen Mut zuzusprechen und Hoffnung zu geben, die schwierige Zeit der Therapie gut zu überstehen. Für Johannes Hochwarter, der zum zweiten Mal Österreich bei der Regenbogenfahrt vertrat, bedeutet die Veranstaltung auch gelebte Solidarität zwischen den Survivors. Denn es werden immer Möglichkeiten gefunden, damit auch jene Survivors, die eine Behinderung bzw. Spätfolgen durch die Krebserkrankung haben, bei dieser einmaligen Tour dabei sein können. (Artikel erschienen SONNE 4/2010)
Regenbogenfahrt 2009
Erste Regenbogenfahrt mit österreichischer Beteiligung
Ende August/Anfang September 2009 fand in Deutschland die 17. Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung statt. Rund 40 TeilnehmerInnen legten in acht Tagen über 600 Kilometer per Rad zurück, um die onkologischen Stationen der Kinderkliniken, die an der Strecke lagen, zu besuchen und den kleinen PatientInnen Mut zuzusprechen. Mit von der Radpartie waren erstmals auch zwei TeilnehmerInnen aus Österreich.
Michaela aus Tirol und Johannes aus Wien haben die österreichischen Survivors bei der Regenbogenfahrt würdig vertreten. „Die Tour konnte ohne Unfall und Reifenpanne beendet werden und das Wetter hat auch halbwegs mitgespielt“, erzählt Johannes Hochwarter. Für den gebürtigen Burgenländer war die Tour eine große persönliche Bereicherung. Besonders am Herzen habe ihm dabei gelegen, den Kindern und Jugendlichen – aufgrund der eigenen Erfahrungen mit Krebs – Mut zuzusprechen und sich als positives Beispiel zu präsentieren.
Starker Eindruck – starke Kinder
Die 620-Kilometer-Tour durch Deutschland startete in Mannheim und führte das Regenbogenteam zunächst zum Nachsorge-Camp „Waldpiraten“ in Heidelberg, das schon aufgrund seiner Größe und durch das umfangreiche Angebot beeindruckte. Einige RadfahrerInnen erinnerten sich an ihre eigenen Aufenthalte im „Waldpiraten-Camp“ und konnten an alte Beziehungen anknüpfen. Wenn jemand alte Bekannte wiedertraf, wie es auch in mehreren Kliniken geschah, war das immer ganz besonders bewegend. Weiter ging es über Mainz und Frankfurt nach Gießen und Marburg. Nachdem Siegen und Sankt Augustin erradelt waren, gab es in Bonn ein Treffen mit Gerlind Bode, der ehemaligen Geschäftsführerin der Deutschen Kinderkrebsstiftung, die die Survivors tief beeindruckte. Johannes Hochwarter schwärmt von ihrem Charisma und ihrer Ausstrahlung: „Man merkt, dass sie das lebt, wovon sie spricht.“ Ebenfalls in Bonn besuchten einige der RadlerInnen ein 20 Tage altes Baby, das an Krebs erkrankt ist. „Der Vater war optimistisch und hat ganz offen mit uns geredet. Man konnte sehen, dass das Baby sehr stark ist und kämpft“, berichtet Johannes Hochwarter von dieser außergewöhnlichen Begegnung. Am 5. September erreichte das Team Köln, das Ziel der Radtour. Auch hier kam es auf der Kinderonkologie zu einer interessanten Zusammenkunft: Ein ehemals an Gehirntumor erkrankter Radtour-Teilnehmer und ein zwölfjähriger Bursche mit derselben Diagnose trafen aufeinander. Der Regenbogenfahrer konnte diesem Buben viel Mut und Halt geben. Die Perspektive, in ein paar Jahren selbst mitzuradeln, schenkt ihm die Kraft, weiter gegen seine Erkrankung zu kämpfen.
Der härteste Tag der Tour
Die Tagesetappe von Marburg nach Siegen war die größte Herausforderung: 110 Kilometer Fahrt, 1.200 Höhenmeter, insgesamt 12 Stunden unterwegs. Auf dem Weg ins Quartier mussten nochmals zwei Anstiege bezwungen werden, mit denen niemand gerechnet hatte. Für Johannes Hochwarter, der seit zwei Jahren Ausdauertraining betreibt und eine gute Kondition hat, war diese Strecke eine sportliche Herausforderung. Aber alle, auch die ProthesenfahrerInnen, haben sie mit Bravour gemeistert. Es sei klar gewesen, dass das Team zusammenbleiben und sich gegenseitig stützen müsse, um sicher an das Tagesziel zu gelangen. Bei der Ankunft in der Kinderklinik Siegen wurde das Regenbogenteam dann ganz unerwartet für die Strapazen des Tages entschädigt: ein echter Regenbogen begrüßte es!
Artikel erschienen SONNE 4/2009
mehr Informationen zur Regenbogenfahrt
www.regenbogenfahrt.de bzw. www.kinderkrebsstiftung.de