Für eine gelungene Rehabilitation braucht es viele PartnerInnen

Für eine psychosoziale und medizinische Rehabilitation mussten betroffene Familien bis dato auf Reha-Einrichtungen in Deutschland fahren. Ab Juni 2018 wird es eine dementsprechende Einrichtung auch in Österreich geben. Die „ÖPSAPOH“, die Tagung der „Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie in Österreich“ stand deshalb heuer ganz unter dem Motto der ersten familienorientierten Rehaeinrichtung für Kinder- und Jugendliche Österreichs – dem Leuwaldhof in St.Veit im Pongau / Salzburg. Denn generell gilt: Rehabilitation nach einer Krebserkrankung als Kind oder Jugendliche/r stellt für die gesamte Familie eine ganz wichtige Säule in der Versorgung der pädiatrischen Kinderonkologie dar.

 

Von der Akuttherapie zur Reha bis hin zur Nachsorge

Die ideale Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher ist in Österreich auf die seit Jahren professionalisierte und enge Zusammenarbeit zwischen den kinderonkologischen Kliniken und der Kinder-Krebs-Hilfe gestützt. Mit der Eröffnung des Leuwaldhofes in Österreich wird dieses Versorgungsnetz um eine weitere wichtige Partnerschaft, die bis dato durch die Katharinenhöhe und Tannheim in Deutschland abgedeckt wurde, erweitert. Die ÖPSAPOH widmete sich deshalb ganz der Vernetzung mit dem medizinisch und psychosozialen Team des Leuwaldhofes, um ab Eröffnung der neuen Reha-Einrichtung eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit im Sinne der betroffenen Familien bieten zu können.

Das WE der pädiatrischen Onkologie

Bei der Tagung wurde von den unterschiedlichen Bereichen eindrucksvoll vermittelt, wie viel an Vorarbeit durch die Kliniken geleistet wird, um Kinder und Jugendliche und ihre Familien gut vorbereitet an die ExpertInnen der neuen Reha-Einrichtung zuweisen zu können. Deutlich wurde hier wieder, dass in der pädiatrischen Onkologie der Fokus auf das „ME“, das heißt einen einzelnen Bereich, fehl am Platz ist und nur durch die enge Zusammenarbeit in Form eines „WE“ eine ideale Versorgung der Familien sicherstellt werden kann.

 

Zusammenarbeit sichert ideale Versorgung

Eine enge Kooperation der einzelnen Stakeholder der pädiatrischen Kinderonkologie steht dabei im Zentrum. Sie ist die Basis für nahtlose Betreuung und Versorgung der Familien. So können die an der Klinik erarbeiteten Ziele in der Reha-Einrichtung weitergeführt und die Ergebnisse des Reha-Aufenthaltes und mögliche neue Ziele an die kinderonkologischen Abteilungen der Kliniken weitergegeben werden. Diese Vernetzung ermöglicht eine kontinuierliche und effiziente Betreuung.

2018-05-24T13:05:35+00:00