2. Symposium für Survivors unter dem Motto „Spätfolgen – Was nun?

Nach dem Erfolg des ersten Survivors-Symposiums mit dem Titel „Spätfolgen – Was mich noch interessieren würde…“ findet nun am 20.Oktober 2018 die Folgeveranstaltung statt.

Never change a running system…

Die Aufklärung über mögliche Spätfolgen von kinderonkologischen Erkrankungen und deren Behandlung steht natürlich auch diesmal im Fokus: Im Rahmen des Vormittags-Programmes werden KinderonkologInnen und klinische PsychologInnen in mehreren Vorträgen über Spätfolgen informieren und in der anschließenden Podiumsdiskussion über offene Fragen diskutieren.

What’s new? Psychosoziale Auswirkungen, Fertilität & Familienplanung und Meet-the-Experts

Neben dem Bewährten muss auch Platz für Abwechslung sein: Diesmal wird es neben Vorträgen über körperliche Spätfolgen auch einen Vortrag zu möglichen psychosozialen Auswirkungen von Krebserkrankung geben – denn auch, wenn psychosoziale Folgen oft nicht sichtbar oder nur schwer „messbar“ sind, können sie für die Betroffenen einen erheblichen Druck bedeuten. Mit diesem Beitrag zu psychosozialen Auswirkungen möchten wir Bewusstsein dafür schaffen, dass eine überstandene Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter einerseits persönliche Stärken und Ressourcen fördern kann, dass daneben aber genauso Ängste und Unsicherheiten bestehen können. Ein weiteres Thema, das viele erwachsene Survivors früher oder später beschäftigt, sind mögliche Fertilitätseinschränkungen und die damit verbundene Familienplanung. Daher wird sich ein Vortrag diesem Thema widmen. Die Rückmeldungen nach dem ersten Symposium zeigten uns, wie groß der Bedarf der Survivors nach individueller Aufklärung und Nachsorgeempfehlungen ist. Daher steht das Nachmittagsprogramm dieses Jahr unter dem Motto „Meet-the-Experts“: In drei parallelen Kleingruppen-Einheiten haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich bei den anwesenden KinderonkologInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und Sozialrechtsexperten über ihre Spätfolgen zu informieren, Fragen zu stellen und sich über wie Herausforderungen genauso wie Möglichkeiten im Alltag auszutauschen.

Es wird drei verschiedene Kleingruppen mit folgenden Schwerpunkten geben:

Spätfolgen der Krebserkrankung und Behandlung

Körperliche Spätfolgen der Krebserkrankung oder deren Behandlung können noch viele Jahre nach der Erkrankung bestehen oder auftauchen. Oft fehlt im Erwachsenenalter jedoch eine Anlaufstelle, da die Nachsorge an der Kinderklinik zumeist schon abgeschlossen ist. In dieser Meet-the-Expert Gruppe hast du die Möglichkeit, dem/der anwesenden KinderonkologIn Fragen zu stellen, die mit der eigenen Erkrankung, der Behandlung oder vorhandenen Spätfolgen zusammenhängen.

Psychosoziale Bedürfnisse

Psychische und neuropsychologische Belastungen können auch noch viele Jahre nach einer Krebserkrankung bestehen oder auftauchen, die sich z. B. in Form von Erschöpfungszuständen, Ängsten oder neuropsychologischen Problemen (z. B. Gedächtnis, Aufmerksamkeit & Konzentration) bemerkbar machen können. Auch kann eine erlebte Krebserkrankung im Familiensystem, im Freundeskreis oder in einer Partnerschaft zu herausfordernden Situationen führen. Diese Meet-the-Expert Gruppe bietet die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen und dem/der anwesenden Klinischen Psychologen/in Fragen zu stellen, die damit zusammenhängen.

Sozialrechtliche Beratung

Muss ich meinem/r ArbeitgeberIn von meiner früheren Krebserkrankung erzählen? Was sind Vor- und Nachteile eines Behindertenausweises? Wie kann ich ihn beantragen? Habe ich Anspruch auf eine private Krankenversicherung? Mit Fragen wie diesen sind viele erwachsene Survivors kinderonkologischer Erkrankungen früher oder später konfrontiert, oft ist es nicht so einfach, die richtigen Antworten darauf zu bekommen. Diese Meet-the-Expert Gruppe bietet die Möglichkeit, solche und ähnliche Fragen an den anwesenden Sozialrechtsexperten zu stellen. Es wird über den Nachmittag verteilt zwei Durchgänge dieser Meet-the-Expert-Einheiten geben, sodass jede/r TeilnehmerIn die Möglichkeit hat, an zwei unterschiedlichen Schwerpunkt-Themen teilzunehmen (an welchen beiden Themen man teilnehmen möchte, muss im Anmeldeformular angegeben werden). Hier findet ihr die vorläufige Programm-Übersicht, die wir in den nächsten Wochen noch aktualisieren werden.

Um den Tag abschließend in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam ausklingen zu lassen, planen wir ein Abendessen, zu dem alle TeilnehmerInnen herzlich eingeladen sind! Genauere Infos folgen noch 😊

Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!
Carina Schneider und Natascha Sadjadi, Bundesleitung Survivors
Anita Kienesberger, Geschäftsführerin Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe


Symposium auf einen Blick:

Thema: Spätfolgen – Was nun?

Wann? Samstag, 20. Oktober 2018 – 08:45 Uhr bis 18:00 Uhr. Eintreffen und Registrierung ab 08.15 Uhr.

Wo? Albert Schweitzer Haus, Garnisongasse 14-16, 1090 Wien

Anmeldung: Anmeldefrist war der 20. September 2018.

Bei Fragen wende dich an: Carina Schneider unter oesterreichische@kinderkrebshilfe.at

2018-10-02T16:00:30+00:00